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itsowl-3P

Spitzencluster Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe Prävention gegen Produktpiraterie

Fördergeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektträger: Karlsruhe (PTKA)

Laufzeit: 01/2013 - 06/2017

Beschreibung

Das Verbundprojekt itsowl-3P – „Prävention gegen Produktpiraterie – Innovationen schützen“ wurde im Rahmen des Spitzenclusters Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (it´s OWL) durchgeführt. Es handelte sich um eine Nachhaltigkeitsmaßnahme, die dazu beiträgt, die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen der Clusterpartner langfristig zu sichern.

Die Produkte des deutschen Maschinenbaus und verwandter Branchen wie der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie sind weltweit erfolgreich, aber häufig Opfer von Imitationen. Waren in den vergangenen Jahren insbesondere Konsumgüter betroffen, so werden zunehmend auch komplexe High-Tech- und Investitionsgüter imitiert. Dies bedroht den Markterfolg vieler Unternehmen und bringt sie um die Rendite ihrer Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die Auswirkungen sind in der Regel schwerwiegend: Umsatz- und Gewinneinbußen, Abfluss von Know-how, Produkthaftungsprozesse bis hin zu Personenschäden, die durch minderwertige Kopien entstehen.

 

Für einen wirksamen Produktschutz sind einzelne Maßnahmen oft nicht ausreichend. Es bedarf umfassender Schutzkonzeptionen, die technische, organisatorische und juristische Maßnahmen bündeln und die auf die jeweilige unternehmensspezifische Bedrohungssituation zugeschnitten sind. Hier setzt die Nachhaltigkeitsmaßnahme itsowl-3P an.

Ziele

Bisher versuchen sich Unternehmen mit rechtlichen Maßnahmen, wie Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, vor Imitationen zu schützen. Diese Maßnahmen stellen eine wichtige Voraussetzung im Kampf gegen Produktpiraterie dar, sind jedoch reaktiv, d. h. sie greifen erst, wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Die Schutzwirkung kann durch präventive organisatorische und technische Maßnahmen, wie z. B. Kennzeichnung, „Black-Box-Bauweise“ oder „Selbstzerstörende Elemente“, wesentlich gesteigert werden. Diese erschweren den Nachbau eines Produktes und reduzieren so wesentlich die finanzielle Attraktivität zur Nachahmung. Gründe für den bisher eher seltenen Einsatz präventiver technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen sind fehlendes Wissen um ihre Potenziale, unzureichende Praxis- bzw. Serientauglichkeit vorhandener Schutzmaßnahmen sowie zusätzlich entstehende Kosten.

Arbeitspakete am C.I.K.

Die additiven Fertigungsverfahren entwickeln sich immer weiter vom Rapid Prototyping zur Fertigung von direkt einsetzbaren Bauteilen. Sie bieten herausragende technologische und ökonomische Potenziale für eine Vielzahl von Branchen. Da der schichtweise Fertigungsprozess auf digitalen Produktdaten basiert, wird häufig ein erhöhtes Risiko bezüglich Produktpiraterie thematisiert. In der vom BMBF im Rahman des Technologie-Netzwerkes „it’s owl" geförderten Nachhaltigkeitsmaßnahme „Prävention gegen Produktpiraterie“ werden technische Maßnahmen entwickelt, um diesem Risiko nicht nur entgegenzuwirken, sondern sogar den Schutz gegen Produktpiraterie zu erhöhen.

Der im Rahmen des Projekts hergestellte Demonstrator vereint eine Vielzahl an Produktschutzmaßnahmen. Das Besondere an ihnen: Sie werden erst durch den Einsatz additiver Fertigungsverfahren möglich und ökonomisch sinnvoll. Eine untrennbare Kennzeichnung des Demonstrators erreichten die Forscher etwa durch interne QR-Codes. Weitere Produktschutzmaßnahmen sind unter anderem Funktionsintegrationen, Formschlüsse, eine Black-Box-Bauweise und andere Produktindividualisierungen.

Alle im Demonstrator umgesetzten Schutzmaßnahmen sowie weitere neu entwickelte und für AM adaptierte Schutzmaßnahmen sind in einem Katalog zusammengefasst, welcher Produktentwickler und Konstrukteure bei der Anwendung und Integration von Maßnahmen in konkrete Produkte unterstützen soll.

Perspektivisch zielte das Projekt „Prävention gegen Produktpiraterie“ darauf ab, diese Schutzmaßnahmen in den Köpfen zu verankern, sodass der Schutz von Innovationen und Produkten schon in der Produktentstehung bedacht wird. Genau wie der Virenscanner, der selbstverständlich bei der Einrichtung eines PCs zum Schutz gegen Viren installiert wird, sollte sich auch die Berücksichtigung und Anwendung technischer Schutzmaßnahmen in der Produktentwicklung zur Selbstverständlichkeit entwickeln und in den Prozessen etablieren. Sie wirken präventiv und bilden beispielsweise durch Produktkennzeichnungen gemeinsam mit strategischen und juristischen Maßnahmen effektive Schutzkonzepte.

Die Nachhaltigkeitsmaßnahme itsowl-3P ist Teil des Spitzencluster Technologienetzwerks it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalen Lippe.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenkonzepts „Forschung für die Produktion von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Ansprechpartner

Anne Kruse, M.Sc.

Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung

Anne Kruse
Telefon:
+49 5251 60-2296
Fax:
+49 5251 60-3206
Büro:
P5.2.02.2

Sprechzeiten:

Nach Absprache per Mail

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