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SecInCoRe

Secure Dynamic Cloud for Information, Communication and Resource Interoperability based on Pan-European Disaster Inventory

Fördergeber: EU FP7-SECURITY

Topic: SEC-2013.5.1-1 - Analysis and identification of security systems and data set used by first responders and police authorities - Capability Project

Laufzeit: 05/2014 - 04/2017

Beschreibung

Bis zum heutigen Tage beruht der Informationsaustausch maßgeblich auf gesprochenen Worten und handschriftlichen Texten. Während die zwischenmenschliche Kommunikation für das Krisenmanagement notwendig ist, findet die Unterstützung durch Informationstechnologie aufgrund von potenziellen Risiken durch den Wandel etablierter organisatorischer Strukturen und von inkompatiblen Systemen nur unzureichende Anwendung. Inhalte aus vorbereitenden und postoperativen Prozessen sind nur mittels intraorganisationalen Kanälen und Systemen verfügbar. Darüber hinaus stellt sich das Informationsmanagement bei einer grenzübergreifenden oder internationalen Kollaboration zwischen Einsatzkräften aus unterschiedlichen Ländern noch komplizierter dar: Zum Einen erschweren unterschiedliche Sprachen, Organisationsstrukturen und Verantwortlichkeiten den Informationsaustausch; zum Anderen behindern auch in dem Fall, dass die genannten Probleme gelöst wurden, technische Inkompatibilitäten das Teilen von Informationen zwischen Ersthelfern und Polizeiakteuren auf nationaler und internationaler Ebene. Dennoch wurde bisher weder ein Konzept für eine gemeinsame Wissensbasis noch Standards für den Informationsaustausch zwischen allen Ersthelfern und Polizeiakteuren etabliert. Darüber hinaus existiert bezüglich Zugang zu und Austausch von Informationen kein „gemeinsamer Informationsraum“, der einen kontextbasierten Zugang zu strukturierten und unstrukturierten Daten für die Verwendung im Bereich Sicherheit erlaubt.

Zentrale Forschungsaspekte des Forschungsprojektes SecInCoRe waren die folgenden:

  • Die Strategie zur Umsetzung des in SecInCoRe entwickelten Konzepts überführte die Ziele in zusammenhängende Aufgaben und Arbeitspakete (WPs)
  • Intensive Kollaboration mit Endanwendern: WP2 hat Endanwenderaktivitäten und ‑workshops mit Forschungsarbeiten zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten (ELSI) und der Evaluation von möglichen Auswirkungen des SecInCoRe-Konzepts verbunden
  • Europa-weite Bestandsaufnahme auf verschiedenen Ebenen: WP3 baute auf repräsentativen Katastrophenereignissen (s. WP2) auf und beinhaltete Forschungsaktivitäten zu Datensätzen, Prozessen, Informationssystemen und Geschäftsmodellen
  • Lösungsorientierter Entwurf eines Konzepts zu einem „gemeinsamen Informationsraum“: WP4 überführte die gewonnen Ergebnisse in ein ganzheitliches Systemkonzept

Darüber hinaus zielte SecInCoRe darauf ab, das gewonnene Wissen für den Aufbau neuer Fähigkeiten nutzbar zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, beinhaltete das Projekt zwei weitere Arbeitspakete:

  • WP5 umfasste die Umsetzung, die Nutzung gemäß spezifischer Anwendungsfälle, die Validierung gegenüber Anforderungen und die Evaluierung hinsichtlich der Auswirkungen
  • WP6 beinhaltete Arbeiten zur Standardisierung, Veröffentlichung und Vermarktung der Projektergebnisse, um Ziele der Querschnittbereiche im FP7-Programm zu adressieren 

Ziele

Die wesentlichen Ziele von SecInCoRe waren

  • Europaweite Bestandsaufnahme von vergangenen Katastrophenereignissen inklusive ihrer Konsequenzen unter Schwerpunktlegung auf kollaborative Einsätze und kurzfristige Entscheidungsfindungsprozesse
  • Entwurf einer sicheren, dynamischen cloudbasierten Wissensbasis und eines entsprechenden Kommunikationskonzepts
  • Konzeptionelle Integration bestehender Informations- und Kommunikationstechnologie in existierende Infrastrukturmodelle von Ersthelferorganisationen
  • Evaluierung und Validierung aller Ergebnisse in repräsentativen Bereichen ihrer Anwendung

Arbeitspakete am C.I.K.

Das CIK hat das Arbeitspaket WP3 zur europaweiten Bestandsaufnahme von vergangenen Katastrophenereignissen geleitet und bearbeitet mit besonderem Schwerpunkt auf:

  • Genutzten aber auch fehlenden Daten in vergangenen Ereignissen,
  • Verwendeten Informationssystemen und
  • Dokumentierten wie tatsächlich lebenden Prozesse in Krisenereignissen

Darüber hinaus hat das CIK eine Taxonomie basierend auf den Erkenntnissen der Bestandsaufnahme erarbeitet. Durch die Integration der Taxonomie in eine semantische Suche konnten Informationen in einem „Common Information Space“ organisations- bzw. personenspezifisch zugänglich gemacht werden.

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 607832.

Die Universität der Informationsgesellschaft